Bestand erhalten – Tragwerk weiterentwickeln
Feierliche Wiedereröffnung Sepp-Hipp-Sporthalle Fridingen 23.1.26
Nach rund 20 Monaten Sanierungs- und Umbauzeit wurde die Sepp-Hipp-Sporthalle in Fridingen am 23. Januar 2026 feierlich wiedereröffnet. MVD begleitete das Projekt in der Bestandsanalyse und verantwortete die Tragwerksplanung der Sanierung und Erweiterung.
Ziel war es, die bestehende Hallenstruktur aus dem Jahr 1979 langfristig zu erhalten, energetisch zu ertüchtigen und funktional zu erweitern. Durch den Erhalt des Grundtragwerks wurde ein erheblicher Anteil grauer Energie eingespart.
Im Zuge der Generalsanierung wurde unter anderem das Dachtragwerk überprüft, Dachaufbauten neu gestaltet sowie tragwerksrelevante Rückbau- und Anpassungsmaßnahmen durchgeführt. Ergänzend erfolgten die Planung einer neuen Holzfassade, die statische Integration einer Technikzentrale in Holzbauweise auf dem Bestandsdach sowie der Neubau von Aufzug, Außentreppe und Heizzentrale.
Eine Machbarkeitsstudie untersuchte zudem die Möglichkeiten zur Erweiterung der Photovoltaikflächen auf dem Bestandsdach unter Berücksichtigung der vorhandenen Spannbettbinder.
Konstruktion
Die Sporthalle basiert auf umlaufend eingespannten Stahlbetonstützen im Raster von 4,80 m sowie Spannbettbindern mit 32,75 m Spannweite. Der zweigeschossige Anbau wurde in Stahlbetonbauweise mit Pi-Decken, Fertigteilwänden sowie Stützen-Unterzugsystemen errichtet; das Untergeschoss ist als geschlossener Stahlbetonkasten ausgeführt. Die Gründung erfolgt über Einzel- und Streifenfundamente.
Mit der Sanierung steht Schulen und Vereinen nun wieder eine zukunftsfähige Sportstätte zur Verfügung – technisch ertüchtigt, energetisch verbessert und konstruktiv langfristig gesichert.