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Hombroich

Skulpturenhalle Thomas Schütte

Der Neubau der Skulpturenhalle des Künstlers Thomas Schütte an der ehemaligen Raketenstation Hombroich stellt auch als Gebäude eine eigenständige „Skulptur“ dar. Die weit über den elliptischen Grundriss auskragende Dachform folgt dabei dem Verschnitt einer Kugel mit einem elliptischen Zylinder. Bei der statischen Wirkungsweise bedient sich das Dach dem abgewandelten Prinzip eines Speichenrades. Die Felge wird durch einen Stahlhohlkastenträger als Druckring abgebildet, die Holzhängeträger stellen die Speichen dar. Im Mittelpunkt bildet ein Stahlzugring die Nabe.

Durch dieses Konstruktionsprinzip sind die Querschnitte größtenteils auf Normalkraft beansprucht, was ein sehr effizientes Tragwerk darstellt. Die Lagerung der Felge, des Stahldruckringes, erfolgt über 16 Stützen. Die Stahlstützen aus Rundrohren d = 139,7 mm x 20 mm sind bei einer Stützenhöhe von bis zu 3 m extrem schlank und verleihen dem Dach seine Leichtigkeit. Gleichzeitig bilden die Stützen zusammen mit dem Stahlträger des Druckringes einen momententragfähigen Rahmen, der auf der Oberkante der ellipsenförmigen Stahlbetonwand lagert.

Leistungen
Tragwerksplanung
Typologie/Nutzung
Ausstellung/Kultur
Materialität/Bauweise
Massivbau Holzbau Stahlbau Leichtbau
Architektur
RKW Architektur + Rhode Kellermann Wawrowsky, Düsseldorf

Objektgrösse
BRI 12.0712 m³
Planungs-/Bauzeit
2013–2015
Bauherr
Thomas Schütte Stiftung, Düsseldorf
Auszeichnung
Anerkennung beim Deutschen Ingenieurbaupreis

Fotos
Nic Tenwigghorn
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